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LEGEN WIR LOS!

10 + 8 =

Leere Bücher. Welcher Kreative kennt ihn nicht, diesen Drang zum Kauf solcher Kostbarkeiten? Als Zeichner laufe ich ständig Gefahr, mein Geldbörserl für leere Bücher (aber auch andere Utensilien) zu entleeren. Die unvorstellbaren Möglichkeiten eines leeren Buches beflügeln meine Fantasie und meinen Tatendrang, also habe ich dort wo andere Leute Literatur im Kasten stehen haben, leere Buchrücken in allen Größen und Farben.

Zu dieser Geister-Bibliothek gesellt sich bei mir eine unendliche Auswahl an Blöcken mit allen erdenklichen Materialien und Formaten. Somit sollte dem Produktivitätsdrang die Bahn geebnet sein und man ist “ready to go”. Oftmals wies ich einigen Büchern gleich mal voller Motivation einen Zweck zu und betitelte die erste Seite schon mal mit einer spannenden Überschrift, die mich zu den restlichen 150 Seiten beflügeln sollte. Darunter Geschichten, Konzepte, Comic-Strips, Tagebücher, Kochbücher, Golf-Notizen, Bücher mit Mustern und Bücher mit Piktogrammen u.v.m. Ca. 5% dieser Bücher sind jemals fertig gestellt worden. Der Rest verharrt befleckt von einer unfertigen Geschichte im Kasten.

Inspiration

Immer wieder erwischt mich die Inspiration unvorhersehbar und dann gleich mit voller Schlagseite. Ein passender Behälter muss sofort gefunden werden, damit genau dieser Gedanken – diese spezielle Emotion, die nur in der Gegenwart existiert, auch Bestand hat und richtig zugeordnet ist.
Das passende Buch zum Gedanken herauszusuchen hat sich stets als kontraproduktiv herausgestellt, da man durch Evaluierungen sofort wieder abgelenkt wird und der Flow dahin ist und der Gedanke verblasst.

Zettelwirtschaft

Ein klassischer Notizblock bot oftmals schnelle Abhilfe, erwies sich dann auf längere Dauer auch als unpraktisch. Das Ergebnis war ein Sammelsurium an verschiedenen Zetteln, die schwer zu sortieren und schlecht zu archivieren sind. Die Findbarkeit, Verfügbarkeit und Wertigkeit dieser Notizen war auch eher fragwürdig.

Das Notizbuch

In fast jedem Kunstunterricht wird ein Notizbuch empfohlen, oftmals gibt es sogar eigens Klassen zu diesem Thema. Künstler weltweit benutzen Notizbücher seit deren Erfindung als wichtigstes Instrument.
Unbelehrbar verkannte ich lange die Vorteile eines Notizbuches und glaubte, dass mich das kleine Format (im Gegensatz zu einem A3-Block) eher begrenzen würde. Eine schöne Reinzeichnung würde ausserdem auf einem großen Zeichenkarton viel wertvoller sein als auf Seite 87 in einem Notizbuch. Was ich aber total vergaß war die reine Freude am zeichnen, schreiben, konzeptionieren und üben. Bei einem großen Zeichenkarton stand der Zweck einer schönen Reinzeichnung dann immer im Vordergrund und die Produktivität wurde so ausgebremst und streng diszipliniert um ein sauberes Ergebnis zu bekommen.

Was aber passiert mit den tausenden anderen guten oder schlechten Ideen? 
Eines Tages ging ich wieder mal meine Zettelwirtschaft und meine Geisterbibliothek durch und entschloss mich dem ein Ende zu setzen. Ein Buch (und dann ein nächstes u.s.w.) sollte das alles ersetzen bzw. um ein Kernelement bereichern. Die Vorteile waren sofort erkennbar und einsetzbar, sodass ich nie wieder auf ein Notizbuch verzichten möchte:

Produktivitätssteigerung

Jeder Gedanke, jeder Output wird eingetragen. Ob sinnvoll oder trivial – draw/write like nobody´s watching.
Bei wiederkehrenden Themen lasse ich einfach den Rest der Seite(n) frei und kennzeichne die Seiten am oberen Rand mit einem Schlagwort. Vorallem für Zeichenübungen nehme ich das Buch ständig zur Hand und schmücke entweder alte Beiträge aus oder lasse dem Stift einfach freien Lauf. So übe ich täglich ohne großen Aufwand Muster, Schriften, Karikaturen, Stilleben u.v.m.

Verfügbarkeit

Es empfiehlt sich ein eher kleines Notizbuch zu führen, da man dieses leicht überall mit hinnehmen kann und es so kein sperriger Ballast ist. Meine Notizbücher sind meist im Format A5 und begleiten mich durch meinen gesamten Tag: Am Frühstückstisch um mir To-Dos für den Tag zu vermerken, bei Besprechungen für Notizen, am Arbeitsplatz für schnelle Skizzen und abends auf der Couch begleitet mich das Notizbuch. So habe ich jederzeit alle Ideen und Gedanken bei mir und kann diese auch jederzeit erweitern.

Übung = Belohnung

Die Belohnung dafür ein Notizbuch zu führen ist nicht nur ständig durch kreative Effizienz zu spüren, sondern vor allem auch dann, wenn man wieder mal ein Buch vollgeschrieben hat und durch die Gedanken und Ideen der letzten Wochen blättern kann. Durch die ständige Übung kann ich auch meinen Fortschritt beobachten oder eine Stagnation erkennen. In jedem Fall ein voller Gewinn.

Produktivitätssteigerung


Jeder Gedanke, jeder Output wird eingetragen. Ob sinnvoll oder trivial – draw/write like nobody´s watching.
Bei wiederkehrenden Themen lasse ich einfach den Rest der Seite(n) frei und kennzeichne die Seiten am oberen Rand mit einem Schlagwort. Vorallem für Zeichenübungen nehme ich das Buch ständig zur Hand und schmücke entweder alte Beiträge aus oder lasse dem Stift einfach freien Lauf. So übe ich täglich ohne großen Aufwand Muster, Schriften, Karikaturen, Stilleben u.v.m.

Verfügbarkeit

Es empfiehlt sich ein eher kleines Notizbuch zu führen, da man dieses leicht überall mit hinnehmen kann und es so kein sperriger Ballast ist. Meine Notizbücher sind meist im Format A5 und begleiten mich durch meinen gesamten Tag: Am Frühstückstisch um mir To-Dos für den Tag zu vermerken, bei Besprechungen für Notizen, am Arbeitsplatz für schnelle Skizzen und abends auf der Couch begleitet mich das Notizbuch. So habe ich jederzeit alle Ideen und Gedanken bei mir und kann diese auch jederzeit erweitern.

Übung = Belohnung

Die Belohnung dafür ein Notizbuch zu führen ist nicht nur ständig durch kreative Effizienz zu spüren, sondern vor allem auch dann, wenn man wieder mal ein Buch vollgeschrieben hat und durch die Gedanken und Ideen der letzten Wochen blättern kann. Durch die ständige Übung kann ich auch meinen Fortschritt beobachten oder eine Stagnation erkennen. In jedem Fall ein voller Gewinn.

Ein Blogbeitrag von

ULRICH ENGE